Aus der Redaktion

trotzdem gut gemacht – retrospektiv betrachtet.

Text: Emma Marx & Laura Klein – Bild: Laura Klein

“Was ist wenn niemand kommt? Oder fast noch schlimmer: Was machen wir, wenn da plötzlich 30 Leute sitzen?” Ende April, wir hatten eben den Yooweedoo Ideenwettbewerb gewonnen, luden wir – Laura und Emma – zur ersten öffentlichen Redaktionssitzung ein.

Da standen wir also, irgendwo zwischen Freude, Angst und Unsicherheit. Wir hatten unsere Einladung in etliche Kanäle gespült und waren nicht sicher, was wir erwarten konnten. Aber wir waren wirklich sehr gut vorbereitet und hatten alles geplant: Einen Redaktionsplan erstellt, ausgearbeitet, wie wir zusammenarbeiten wollen, was wir von unseren künftigen Redakteur*innen erwarten, welche Fähigkeiten wir in der Redaktion gut gebrauchen können, Deadlines, Treffen, Meilensteine, interne Strukturen und dergleichen mehr. Unsere Köpfe glichen zu dem Zeitpunkt quasi To-Do-Listen und Exceltabellen und transitioneer nahm einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch. 

Wir hätten wissen können, dass sich wirklich alles ändert.

Jetzt sieht alles ganz anders aus: Die Zweifel und Angst des Anfangs, die ausgefeilten Pläne haben wir über Bord geworfen. Ja, zugegeben: Wir hätten wissen können, dass sich wirklich alles ändern wird, wenn statt zwei Leuten plötzlich 12 kluge Köpfe die Redaktion mitgestalten.

Und so kam es auch, dass wir nach unserer ersten Ausgabe Solidarität erstmal in die Organisationsentwicklung gegangen sind. Die Auseinandersetzung mit uns, mit den Wünschen und Vorstellungen aller, mit verschiedenen Medienformaten, mit Finanzierungsüberlegungen und mit der Frage, ob das alles, was wir hier machen überhaupt zu UNS passt, dauerte das ganze Sommerloch und war hartes Brot. Für uns beide besonders, wenn wir beide das Gefühl hatten, alles nochmal von vorne zu machen. Aber halleluja: Es hat sich gelohnt, wir sind als Team zusammengewachsen und haben Großes auf starke Beine gestellt. – Kurzum: Was auf der Webseite wie eine Flaute aussah, wird bald wie der Phönix aus der Asche steigen. Stay tuned! 

Halleluja: Es hat sich gelohnt!

Wir packen also unseren Koffer fürs nächste Jahr und nehmen mit: 

  1. Zwei sind super, Zwölf sind mehr super.
  2. Die Erfahrung, dass Pläne schmieden wichtig ist, aber dass es noch wichtiger ist, in der Umsetzung anpassungsfähig zu bleiben. 
  3. Das Gefühl Verantwortungen auch mal teilen zu können, mit ihr umzugehen und einander zu vertrauen. 
  4. Nicht nur sanft gegenüber den anderen zu sein, sondern auch mit sich selbst nicht zu hart ins Gericht zu gehen. 
  5. Prioritäten zu setzen und manchmal Geplantes eben knallhart aber aus den richtigen Gründen über Bord zu werfen. 
  6. Mut zu fassen und sagen: “Ich brauche Unterstützung.”

– Zusammenfassend können wir sagen: Wir machen Dinge anders. Und wir sind froh, wenn du uns weiterhin dabei begleitest.

Bis bald und Yappy Hew Near!

Das Titelbild zeigt einen Teil der Redaktion an unserem einjährigen Geburtstag. Von links nach rechts: Lisa, Philipp, Emely, Laura, Emma, Svenja und Insa.

Von redaktion

Die zwölfköpfige Redaktion ist soziokratisch organisiert und immer offen für neue Gesichter! Falls du also Lust hast, deinem Talent ein Medium zu geben: Schreib uns an moin@trotzdem-mag.de

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